Sep 24, 5 Jahren ago

Hermsdorf und Halle trennen sich unentschieden

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Kein Sieger

Handball Männer, Mitteldeutsche Oberliga: Hermsdorf und Halle trennen sich unentschieden. Die Gäste überraschen mit Beginn der zweiten Halbzeit mit einer offensiven Deckung gegen Eric Sindermann und Daniel Zele.

SV Hermsdorf – HC Einheit Halle 35:35 (18:14)

Hermsdorf. Das Oberligaspiel zwischen den Handballern des SV Hermsdorf und des HC Einheit Halle sah am Samstag in der Werner-Seelenbinder-Sporthalle in Hermsdorf vor 400 Zuschauern keinen Sieger. Nach 60 Minuten hieß es 35:35. Beide Mannschaften bleiben damit nach zwei Spielen ungeschlagen und mit 3:1 Punkten im oberen Drittel der Tabelle. Die Hermsdorfer führten nach 46 Minuten beim 29:24 bereits mit fünf Toren Vorsprung. Dieses Polster reichte trotzdem nicht für den zweiten Erfolg nach dem 28:26 vor sieben Tagen in Goldbach. Die Gäste aus Halle wurden in der Schlussphase für ihr starkes Spiel mit einem Punkt belohnt. Fast hätte Halle sogar beide Punkte mitgenommen. Eineinhalb Minuten vor Schluss parierte Pierre Liebelt beim Stand von 34:33 für Halle einen Ball und verhinderte einen drohenden Zwei-Tore-Rückstand für seine Mannschaft. „Wenn da Halle mit zwei Toren weggezogen wäre, hätten wir wahrscheinlich das Spiel verloren“, sagte Hermsdorfs Co-Trainer Mario Kühne. Auf der Gegenseite glich Jan Heilwagen mit einem Dreher über den Kopf des Gäste-Torhüters zum 34:34 aus. Da war noch eine Minute zu spielen. Halle war in Ballbesitz und schaffte durch Jan Bernhardt das 35:34. Nach einem Foulspiel an Stefan Riedel am Kreis gaben die Schiedsrichter Siebenmeter. Eric Sindermann verwandelte mit seinem zwölften Tor im Spiel zum 35:35-Endstand. Die 60 Minuten hatten es in sich. Die Hermsdorfer konnten sich erst gegen Ende der ersten Halbzeit vom 12:12 (20.) auf 18:14 (30.) ein wenig absetzen. Bis dahin lag Halle mit seinem Konterspiel fast immer in Führung. Mit Wiederbeginn deckten die Gäste offensiver gegen die beiden torgefährlichen SVHRückraumspieler Eric Sindermann und Daniel Zele. Die Taktik ging in den ersten Minuten nicht auf. Mit den Toren von Stefan Riedel mit Stemmwurf zum 26:21 (42.) und Henry Wendt von links außen zum 27:22 (43.) schien der erste Heimsieg der Gastgeber sehr greifbar. Die Torschützen ließen sich und die Zuschauer beim Zurücklaufen feiern. Auch als Wendt auf Zuspiel Riedels das 29:24 warf, deutete nichts mehr auf das spätere Herzschlag-Finale hin. „Die Mannschaft hat Moral bewiesen, als sie zurücklag. Sie hat sich den Punkt verdient“, sagte Hermsdorfs Trainer Jens Friedrich nach dem Abpfiff. Friedrich ist sich sicher, dass auch anderen Mannschaften diese offensive Deckung gegen den SVHRückraum wählen. „Wir müssen uns im Training darauf vorbereiten“, sagte der Trainer. SVH-Spieler Jan Heilwagen kennt auch das Patentrezept für eine solche Deckungsvariante. „Das geht nur über Bewegung von jedem Spieler auf der Platte. In der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit ist uns das gut gelungen. In der Abwehr fehlte uns etwas der Zugriff zu den Rückraumschützen von Halle“, sagte Heilwagen.

OTZ/Jens Henning

SV Hermsdorf: Liebelt, Harseim, Szlapka – Masak (5), Högl (1), Wendt (2), Riedel (3),
Fischer, Zele (6), Heilwagen (3), Sindermann (12), Seime (3), Rudolph, Schreck

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