Nov 12, 6 Jahren ago

Am Ende zu hoch verloren

Handball Männer, Mitteldeutsche Oberliga: Hermsdorfer halten bis zum Beginn der Schlussviertelstunde das Spiel beim Top-Favoriten auf die Staffelmeisterschaft und neuen Tabellenführer HG 85 Köthen offen.

HG 85 Köthen – SV Hermsdorf 32:24 (15:13)

Köthen Für die Handballer des SV Hermsdorf hat es auch im dritten Auswärtsspiel in der Mitteldeutschen Oberliga bei der HG 85 Köthen nicht zu einem Punkt oder gar zu mehr gereicht. Am Samstag unterlag die Mannschaft dem neuen Tabellenführer HG 85 Köthen noch 24:32 (13:15).

Köthen profitierte von der ersten Saisonniederlage des bisherigen Spitzenreiters HC Einheit Halle 05 mit 31:32 beim SV Oebisfelde. Oebisfelde, mittlerweile Tabellendritter, mausert sich zum Favoritenschreck der Liga. Auch Köthen kassierte in Oebisfelde seine bisher einzige Niederlage.

Dass die Hermsdorfer bis zur 45. Spielminute beim 19:21 auf Augenhöhe waren mit der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt, spiegelte das Endergebnis nicht wider. „Das ist schon ärgerlich, dass wir am Ende mit acht Toren Differenz verlieren. Jeder Zuschauer in der Halle hat gesehen, dass wir nicht acht Tore schlechter waren als der Gegner“, sagte Hermsdorfs Trainer Jens Friedrich.

Dass es am Ende noch so heftig wurde für die Holzländer, lag an den unnötigen Zeitstrafen und an undisziplinierten und zu überhasteten Torwürfen. Die Köthener bestraften in der Schlussphase die Gäste-Schwächen und das minutenlange Überzahlspiel mit nahezu perfektem Konterhandball. „Solche Geschenke lässt sich Köthen nicht entgehen“, sagte Friedrich. Die letzten 15 Minuten gingen mit 11:5 an die Heimmannschaft. Friedrich musste auf den gesperrten Ungarn Daniel Zele verzichten. Er saß nach seiner Roten Karte aus dem Heimspiel gegen Calbe die Sperre für ein Spiel ab.

Da sich auch der zweite Torjäger im SVH-Trikot, Eric Sindermann, bei seinen Aktionen oft an der HG-Deckung aufrieb, fehlte etwas die Durchschlagskraft im Angriffsspiel.

Trotz der Ausgangslage, Top-Favorit Köthen trifft mit Hermsdorf auf eine Mannschaft, die sich im Neuaufbau befindet, gab Friedrich erneut seinen jungen Spielern Einsatzzeiten. Eric Fischer (23) deckte über 60 Minuten im halbrechten Rückraum. Er blieb nicht fehlerfrei. Das störte Friedrich nicht. Zu Saisonbeginn hatte Friedrich diesen Prozess mit den Worten „Eric lernt Abwehrarbeit“ umschrieben. Henry Wendt (22) durfte erneut die kompletten 60 Minuten spielen. Friedrich verteilte ihm das Prädikat „ordentlich“. Auf Linksaußen bekam Marvin Schreck (26) eine Spielzeit von 45 Minuten. Im Kader stand Matthias Krüger (24). Er fehlte zuletzt wegen Krankheit. Stefan Riedel (31), der sich mit Schulterproblemen herumplagt, spielte nach der Pause nur in der Deckung. Durch die zweite Niederlage rutschten die Hermsdorfer in der Tabelle von Platz vier auf Platz sieben ab.

Dass die Mitteldeutsche Oberliga im vierten Jahr ihres Bestehens so ausgeglichen wie noch nie besetzt ist, verdeutlicht der Blick auf die Tabelle. Den Tabellenvierten HC Glauchau/Meerane und den Zwölften, SG GoGo Hornets, trennen nach sieben Spieltagen vier Punkte. Mittendrin sind die Hermsdorfer, die in den nächsten zwei Wochen mit den Heimspielen gegen den einen Tabellenplatz besser plazierten HC Burgenland und das Liga-Schlusslicht LSV Ziegelheim wieder in der Tabelle nach oben klettern könnten. OTZ/piek

SVH: Liebelt, Harseim – Rudolph, Fischer (2), Masak (6), Schreck (2), Högl, Wendt (4), Riedel, Krüger (1), Heilwagen, Sindermann (6), Seime (3)

OTZ/piek

Share "Am Ende zu hoch verloren" via

Bislang keine Kommentare.

Hinterlasse eine Nachricht

Sie müssen logged in to post a comment.