Nov 17, 6 Jahren ago

Glanzloser Pflichtsieg

mJA / Thüringenliga: SV Hermsdorf – HSV Weimar 39:29 (20:12)

Zweiter gegen Letzter, so lautete die Partie der A-Jugend am vergangenen Samstag. Eigentlich eine klare Sache, sollte man denken. Auch das Endergebnis mit 10 Toren Unterschied spricht eine deutliche Sprache. Aber letztendlich tat Hermsdorf nicht mehr als nötig, Weimar schien das Spiel aber schon im Vorfeld abgehakt zu haben und glaubte nicht an eine Chance im Holzland. So kam es zu einem Spiel, dass vor allem für die Zuschauer zu nicht besonders schön anzuschauen war. Das Positive am Spiel brachte Hermsdorfs Trainer Michael Dähne auf den Punkt:“ Auch solche Spiele müssen erst mal gewonnen werden.“

Hermsdorf brauchte 8 Minuten um ins Spiel zu finden. Beim Stand von 4:1 kam die Tormaschine der Liga (bis dahin 198 Treffer in fünf Spielen) langsam ins Rollen. Fast minütlich klingelte es im Gästekasten. Viele Bälle wurden aus der Abwehr direkt in der zweiten Welle nach vorne getragen und zu einfachen Toren umgemünzt (8:2, 11.). Weimar hatte in dieser Phase große Mühe, den gut verschiebenden 6:0-Riegel der Holzländer zu knacken. Nach 20 Minuten kamen die ersten Wechsel auf Hermsdorfer Seite, Michael Halbauer rückte auf die Regieposition und Johannes Steppeler kam für ihn auf Linksaußen. Aufgrund der personellen Umstellungen verlor die Deckung an Stabilität. Weimar gelang es häufiger, die Hermsdorfer Abwehr in Bewegung zu bringen und entweder über außen oder einen der Halbspieler das Spielgerät im Tor unterzubringen (14:8, 21.). Bis zur Pause setzte sich das muntere Torewerfen auf beiden Seiten fort (20:12, HZ).

Hermsdorf startete gut in die zweite Hälfte. Beim 23:13 (33.) durch den phasenweise überzeugenden Felix Reis stand zum ersten Mal eine 10-Tore Differenz zu Buche. Das war es dann aber von Hermsdorfer Seite. Die Deckung bröckelte auseinander, insbesondere der beste Spieler auf dem Feld, Sebastian Hammer vom HSV Weimar, nutzte immer wieder die Orientierungslosigkeit der Hermsdorfer zu einem seiner insgesamt 15 Torerfolge. Im Angriff funktionierte fast gar nichts mehr, allein 12 technische Fehler in den letzten gut 20 Minuten der Partie sprechen hier eine deutliche Sprache. Hinten kamen die Hermsdorfer immer wieder den berühmten Schritt zu spät und mussten dafür auf die Strafbank. Weimar spielte jetzt dynamischer, und hatte eine echten Vollstrecker in seinen Reihen. Das Spiel gestaltete sich im letzten Drittel ausgeglichen (27:16, 31:22, 39:29).

Für die beiden letzten Spiele des Jahres in Nordhausen und gegen Gotha/Goldbach sollte Hermsdorf vor allem die Anzahl der technischen Fehler verringern und die Deckungsstabilität steigern. Stammspieler wie auch Ergänzungsspieler müssen ihre Leistungen und Ansprüche verbessern, um einen Einbruch wie in diesem Spiel zu verhindern. Besonders in Nordhausen werden die Trauben wesentlich höher hängen.

es spielten:

im Tor: Max-Niklas Huhn (9 Paraden), David Starkloff (6 Paraden)

Feldspieler: Jonas Vorpahl, Michael Halbauer (6), Robin Garbe (5), Johannes Hüttenrauch (4), Josef Eschenbach (6/1), Lukas Ewecker (6), Felix Reis (6), Felix Doege (6), Tom Friedrich, Johannes Steppeler (1), Aaron Kasperl, Timo Garbe

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