Nov 23, 6 Jahren ago

Erstes von zwei Prestige-Duellen

Handball, Männer- Mitteldeutsche Oberliga: SV Hermsdorf ist morgen Gastgeber für die Mannschaft aus Ziegelheim

SV Hermsdorf – LSV Ziegelheim (Sa, 19.30 Uhr)

Hermsdorf. Zu einer klaren Angelegenheit sollte eigentlich das Spiel werden, wenn eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld auf das Schlusslicht trifft.Morgen gibt es diese Konstellation. Gastgeber SV Hermsdorf ist Siebenter und erwartet den Tabellenletzten LSV Ziegelheim.
Das aktuelle Tabellenstände in der vierten Saison der Mitteldeutschen Oberliga nicht zu sagen haben, bekamen die Hermsdorfer Handballer in ihren Heimspielen gegen die beiden Aufsteiger HC Einheit Plauen und TSG Calbe zu spüren.
Den morgigen Gegner LSV Ziegelheim muss man mindestens auf eine Stufe stellen mit Plauen und Calbe. Hermsdorfs Trainer Jens Friedrich spricht von einem Prestige- Duell. „Wir haben 26 Spiele in der Saison. Diese zwei Derbys gegen Ziegelheim gehören ganz sicher zu den Höhepunkten. Da ist es egal, ob die eine Mannschaft auf Platz sieben steht oder die andere im Moment Letzter ist. In diesen 60 Minuten zählt das nicht“, sagte Friedrich. Dass sich die Ziegelheimer trotz des Wegganges ihres Top-Werfers David Heinig längst nicht aufgegeben haben, verdeutlichen die Ergebnisse. Die Heimniederlage mit sechs Toren Differenz vor sechs Tagen gegen die HG 85 Köthen gehören genau so dazu, wie der bisher einzige Sieg mit 31.26 in Goldbach.
Die Ziegelheimer Mannschaft hat ein neues Gesicht bekommen. Die von vielen in den Vorjahren immer wieder beschriebene unorthodoxe und zu Schrittfehlern neigende Spielweise hat Friedrich in seiner Analyse nicht ausmachen können. „Sie versuchen schnell zu spielen. Sie spielen mit vielen Übergängen . Sie ähneln damit vielen anderen Mannschaften in dieser Liga.“
Friedrich ist Fachmann genug, dass er gar nicht so sehr den Fokus auf den Gegner legt. Das 29:36 in der Vorwoche gegen den HC Burgenland hat Hermsdorfs große Schwäche offenbart: die Abwehrarbeit. Für das Derby gegen Ziegelheim verlangt Friedrich keine Wunderdinge im Defensivverhalten. „Ich werde jetzt nicht vor dem Spiel sagen, dass der Gegner 31 oder maximal 25 Tore werfen darf. Ich will aber Fortschritte sehen. Abwehrarbeit ist fade, Abwehrarbeit ist nicht spektakulär. Im Rampenlicht nach dem Abpfiff steht oft nur der Spieler, der acht oder zehn Tore geworfen hat, aber selten der Spieler, der die Bälle in der Deckung erkämpft. „
Friedrich weiß warum es morgen einen Heimsieg gibt, “ weil es sich die Mannschaft fest vornimmt und weil sie ihr Potential abruft.“

OTZ/Jens Henning

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