Okt 11, 2 Monaten ago

Die Zahl 2402

Was hat die Zahl 2402 mit dem Derby am Samstag im Hexenkessel in Ronneburg zu tun?

Ronneburg. Eine gefühlte Ewigkeit, genau 6 Jahre, 6 Monate und 26 Tage oder besser gesagt 2402 Tage standen sich die Männermannschaften des HSV Ronneburg und des SV Hermsdorf nicht mehr in einem Pflichtspiel gegenüber.
Die rein sportlichen Rivalitäten hat man in der Region vermisst. Als beide Vereine in der Saison 2010/11 in die Mitteldeutsche Oberliga aufstiegen ging man davon aus, dass sich Beide auf Dauer in der Oberliga etablieren würden. Der HSV überlebte die erste Saison, aus den verschiedensten Gründen, in der Oberliga nicht. Die Holzländer erwischte es nach 7 Jahren Mitteldeutsche Oberliga und einem personellen Umbruch in der letzten Saison.
Was gab es in der Vergangenheit für rassige, emotionsgeladene Duelle. Vergleichsweise erinnert es an die Fußballduelle zwischen Jena und Erfurt oder um beim Handball zu bleiben, die zwischen Flensburg und Kiel.
Exemplarisch hierfür der Pokalkrimi zwischen beiden Vereinen im Halbfinale des Final-Four im Mai 2010. Hier der Auszug aus dem Bericht vom Halbfinale:
„Hermsdorfs Erste machte mit einem Wahnsinnsspiel gegen den HSV Ronneburg das fast unmögliche wahr. Sie zog mit einem grandiosen Endspurt an den Ronneburgern vorbei und riss mit einem atemberaubenden Endspurt vom 25:30 auf 31:30, die Gäste aus ihren Pokalträumen. 600 enthusiastisch mitgehende Zuschauer sahen damit ein unglaubliches Herzschlagfinale mit dem besseren Ende für die Hermsdorfer Kreuzritter.“
In der gemeinsamen Oberliga-Saison 2010/11 konnten die Ronneburger zum ersten Mal seit 1995 in Hermsdorf vor gut 650 Zuschauern mit 32:27 gewinnen. Garant für den Sieg der Ronneburger war ein gebürtiger Hermsdorfer. Torhüter Robert Zehmisch, der seit einigen Jahren wieder für die Holzländer im Tor steht, vernagelte in der zweiten Halbzeit sein Tor und sorgte für die Heimniederlage der Holzländer.
Im Rückspiel drehten die Kreuzritter den Spieß um und konnten unter dem Jubel von gut 150 mit angereiste Hermsdorfer Fans einen knappen 22:20 Auswärtssieg bejubeln.
Auch wenn es in den Derbys immer mächtig zur Sache ging, so gab es die Rivalität nur auf der Platte. Nach dem Derby „Shake Hands“ und bei einem „Kösi“ wurde schon wieder gefachsimpelt. Das ist Handball und so soll es auch bleiben.
Als amtierender Landesmeister möchten die Ronneburger natürlich dem Heimpublikum liefern. Dass man dem Aufstiegskandidat aus Jena im Schlussspurt noch einen Punkt abknöpfte, spricht für die Kampfstärke des Gastgebers. Auch in Eisenach, beim aktuellen Tabellenführer, verlor der HSV denkbar knapp mit 39:41. Das sollen nun auch die Holzländer zu spüren bekommen.
Die Holzländer ihrerseits überzeugten im Pokalkrimi gegen den HSV Apolda mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und warfen den Oberligisten und Pokalverteidiger, derzeit 5. der Mitteldeutschen Oberliga mit 6:2 Punkten, aus dem Amateurpokal.
Freuen wir uns also auf ein tolles Spiel. Der Hermsdorfer Mannschaftsbus fährt am Samstag 17:15 Uhr ab Sporthalle. Mitfahrgelegenheiten sind noch vorhanden.

JR

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