Okt 20, 5 Jahren ago

Es ist vollbracht – der erste Doppelpunkt Gewinn

… für die Holzländer gegen die HSG im 7 Pflichtspiel.

In einer mehr als hektischen Schlussphase, in der die Gastgeber „Hasenhandball“ spielten, behielten die Holzländer schlussendlich den Kopf oben und gewannen die Partie mit 27:24 (11:11)

Man merkte den Gastgebern von Anfang an an, dass es um viel, sehr viel für sie ging. Sogar Spielertrainer Tancos hatte sich mit warm gemacht, um im Verlaufe der Partie mit eingreifen zu können. Das er es für längere Zeit auch musste, dies hätte er sich sicherlich nicht träumen lassen.
Die Holzländer, rechtzeitig angereist, sahen die Endphase Spiel der Jung- Dachse (A- Jugend Bundesliga) der HSG gegen Cottbus. Die Dachse gewannen mit 45:32, mit einem überragenden Ex- Hermsdorfer Kevin Elsässer auf der Platte. Toll wie der Junge sich entwickelt hat. Dementsprechend gut war die Stimmung auf den Bänken des Gastgebers nach dem Sieg der Youngsters.

Das Spiel begann mit Auslassen von Chancen auf beiden Seiten. Den Faden ins Spiel fanden als erstes die Gäste aus dem Holzland wieder und konnten mit 2:0 (5`) in Führung gehen. Stephan Harseim, im Kasten der Kreuzritter, wurde in Folge zum „Gute Laune Vermieser“ für die Spieler der HSG. Er entschärfte reihenweise Bälle und hielt seine Jungs, die in der Vorwärtsbewegung den einen oder anderen Hänger hatten, im Spiel.
Nach dem 2:2 und 3 technischen Fehlern, schwappte das erste Mal die Euphorie Welle für den Gastgeber von den Rängen herüber, als die HSG mit 4:3 in Führung ging. Doch die Holzländer hielten dagegen. Ein an den Ketten zerrender Daniel Zele nagelte die Bälle aus der 2. Etage in die Maschen von Freibergs Torhüter Gerd Vogel. Nach 17 Minuten und ständigem Führungswechsel, konnten sich die Gäste wieder mal auf 2 Tore (9:7) absetzten. Doch Freiberg blieb dran und schaffte zum Pausenpfiff per Siebenmeter den Ausgleich zum 11:11.
Das Spiel blieb in Folge heiß und hart umkämpft. Die Kreuzritter, immer mit offenem Visier spielend, schafften nach 45 Minuten wieder eine 2 Tore Führung (17:15), die sie sogar auf 19:16 nach 49 Minuten ausbauen konnten. Beeindruckend bis dahin die starke Deckungsleitung, basierend auf einem guten Rückzugsverhalten und zwei bärenstark haltenden Torhüten (17 Paraden).
Nun möchte ich die Zeitstrafen Thematik nicht überstrapazieren, ich denke dazu wird der anwesende Schiedsrichterbeobachter den beiden „Spielleitern“ nach objektiver Betrachtung einiges zu sagen haben aber 9 Zeitstrafen (4 x HSG/ 5 x SVH) in den letzten 13 Minuten für ein Spiel, welches in der Härte nicht ausartete, war doch mehr als übertrieben.
Es hatte aber dennoch für die Gäste aus dem Holzland, sarkastisch ausgedrückt, einen Vorteil. Im Unterzahlspiel, 4 Hermsdorfer gegen 6 Freiberger, machten die Gäste zwei wichtige und vorentscheidende Tore zum 23:20. Freiberg ab der 52. Minute mit der „Hasenjagt = Manndeckung“ wie schon im Spiel gegen Glauchau gesehen, um zu retten was noch zu retten geht. Nach 56 Minuten war man beim 23:22 und später 25:24 (58`) dran. Teilerfolg für die HSG und die Halle kochte.
Die Holzländer verloren zudem in der Vorwärtsbewegung zu schnell den Ball. Freiberg im Konter mit der Chance zum Ausgleich und Pierre vereitelt mit einer Glanzparade einen sogenannten 100- Prozentigen. Stöhnen auf den Tribünen, Adrenalinschub für die Gäste. Die Holzländer fallen nun nicht mehr um und beweisen die Abgezocktheit die man braucht, um ein Spiel zu gewinnen. Sie nutzen in den letzten 90 Sekunden die sich bietenden Lücken, um der HSG schlussendlich den Zahn zu ziehen.
Es kann auch so gewesen sein, dass die Jungs in der Endphase einfach mal den Tunnelblick hatten den man braucht, um nicht so viel nachzudenken und um mit unbändigen Siegeswillen die 2 Punkte zu holen. Herzkasper „Klappe die Zwote“ und ein vollkommen perplexer Trainer. Die Jungs schon beim Siegerkreis, da sinnierte noch ein völlig geschaffter Coach auf der Bank über das nach, was da eigentlich abgelaufen war. Später in der Mitte, da hellten sich seine Gesichtszüge auf und er kann sich mit seinen Jungs und noch später im Kabinengang zu Klängen von „David Hasselhoff“ über einen nicht unverdienten Sieg freuen.

Für die Holzländer spielten im Tor: Harseim (11 P) und Liebelt (6 P)
Spieler: Rudolph (1); Fischer (2); Masak (3/2); Schreck; Högl (3); Wendt (1); Riedel (n.e.); Zele (9/1); Heilwagen (3); Sindermann (4/1); Seime (1)

Siebenmeter: SVH : 5/4 HSG : 6/5
Zeitstrafen: SVH : 11 (RK 3 x2`Wendt 52`) HSG: 8 (RK 3 x 2`Schoen 47`)

Schiedrichter: Magalowski; Schwieger (HVSA)

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