Dez 8, 1 Monat ago

Nagelprobe bestanden!

Die Kreuzritter bezwingen Werratal mit 29:23 (16:12)

Hermsdorf. Als das „Uffta“ mit einer Trommel durch Martin Ehm angekündigt wurde, hatten sich die Kreuzritter bereits als Wichtel dekoriert und tanzten im Anschluss ausgelassen auf dem Parket der „Hölle-Ost“ herum. Zuvor begeisterte ein Spiel auf hohem Niveau die Massen.

Die Gäste aus dem Werratal waren mit dem festen Vorsatz in die Holzlandstadt gekommen, keine vorweihnachtlichen Geschenke zu verteilen. Entsprechend konzentriert agierten die Spieler von Dejan Leskovsek. Sie waren von Anfang an hoch motiviert und setzten den Gastgeber mit ihrer Physis mächtig unter Druck. Mit einer aggressiven Deckung versuchten sie, den Spielfluss der Kreuzritter permanent zu unterbinden. Offensiv wurde auf den Ballführend herausgetreten, um so Abspielfehler zu provozieren. Dies gelang, weil die Hausherren noch nicht so richtig die Lösungsansätze dafür hatten. Folgerichtig führten die Gäste nach knapp 3 Minuten mit 2:0. Hermsdorfs Deckung machte zu dem Zeitpunkt keinen guten Eindruck, ließ man doch die Werfer der Gäste bis fast an die 6-Meterlinie herankommen, ohne sie großartig bei der Ballannahme zu stören. Petr im Tor musste den einen oder anderen Ball hilflos hinterher schauen. Wurde ein Gästespieler mal gut bespielt, dann kam die Balkan-Fallschule oder soll ich sagen Fallsucht, zum Einsatz. Ein Glück, dass mit dem Top-Schiri-Gespann der Liga, Christian Lindig und Sascha Hauke, zwei Leute das Spiel geleitet haben, die in der Regel nicht auf solche Aktionen hereingefallen sind. Bis zur 15. Minute (8:6) konnte die HSG dennoch immer wieder in Führung gehen.

Doch der Gastgeber berappelte sich. Cedic Schreiber, im ersten Einsatz nach seiner Handverletzung, sorgte in der 17. Minute für den 8:8 Ausgleich. Grund genug für den Gästetrainer, eine Auszeit zu nehmen.

Es folgte die letzte Gästeführung durch Tom Kreutzer zum 9:8. Danach tauten und drehten zwei Hermsdorfer Spieler im Angriff mächtig auf. Zum einen hatte Jan Heilwagen jetzt den richtigen Dreh raus, um den bis dato gut haltenden Lars Kremmer im Gästetor mehrfach zu vernaschen und dann schafften es die Holzländer zudem den Werfer vom Dienst, Felix Reis, in eine gute Wurfposition zu bringen. Als „Heile“ 4 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum viel umjubelten Tor einnetzten konnte, hatte sich der Gastgeber eine 16:12 Führung herausgearbeitet. Die taktische Umstellung bei den Holzländern auf eine 5:1 Deckung hat zudem ihr übriges getan, um die Kreise von Dino Bacic einzuengen. Tragisch, dass der auf der vorgezogenen Position spielende Stefan Riedel, bei einer Balleroberung und am Boden liegend noch eine gegnerisches Knie in den Rücken gestoßen bekam und in Folge dessen in die Eisenberger Notaufnahme gefahren werden musste. Gute Besserung Stefan, von dieser Stelle aus.

Im zweiten Abschnitt dann das gleiche Spiel. Jetzt war aber der Gastgeber von Anfang an wach und verteidigte die 4 bis 5 Tore Führung. Was die Gäste auch versuchten, die Holzländer hatten im Prinzip immer eine Antwort parat. Und als es mal kritisch wurde, dann konnten sich die Kühne/Klecha- Schützlinge auf Robert Zehmisch im Tor verlassen, der mit teilweise spektakulären Paraden den Gästen den Schneid abkaufte. Näher als 3 Toren kam die HSG an den Gastgeber (20:17 in der 41`) nicht mehr heran. Im Gegenteil, die Holzländer schwangen den Taktstock und machten in den letzten 3 Minuten aus einer 4-Toren Führung noch eine 6-Toren Führung zum Endstand von 29:23. Wieder nur 23 Gegentoren gegen einen spielerisch starken Gegner. Dies ist besonders wertvoll, weil der Gastgeber bereits in der ersten Halbzeit sowohl auf Mittelblockmann Olek Petrov und auch dann auch noch auf Stefan Riedel verzichten musste.

Den Fans hat der Auftritt ihrer Kreuzritter gefallen und in den letzten 2 Minuten hielt es keinen mehr auf den Sitzplätzen. Das war ein starker Auftritt, der am kommenden Wochenende in Altenburg vergoldet werden muss, um mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause gehen zu können.

Für Hermsdorf spielten im Tor: Nedved und Zehmisch

Spieler: Rudolph 6 (1/1), Schreck 1, Reis Felix 8, Götze 1, Schreiber 2, Riedel, Reis Fritz, Heilwagen 7, Ehm 2, Petrov 2, Remde

7-Meter: SVH; 1/1 HSG: 0/1
Zeitstrafen: SVH: 3 HSG: 2

Schiedsrichter: Christian Lindig / Sascha Hauke

JR

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