Feb 19, 1 Monat ago

Die Hornissen im Anflug auf die Kreuzritterfestung

Der Hornissenstachel aus dem Hinspiel hatte gesessen!

Hermsdorf. Da war doch was im Oktober 2019, in der Nessetalhalle. Mager 13 geworfene Tore prangerten symbolisch an der Anzeigetafel in der Goldbacher Sporthalle auf der Seite der Gäste. Die Holzländer hatten das Spiel in einer denkwürdigen Art und Weise mit 21:13 verloren. Nach dem Spiel betröpfelte Gesichter und Handballer-Hände, die keiner Entharzung bedurften und ab und zu mal den dezenten Duft von Bienenwachs versprühten. Es war Handball ohne die entsprechende Pomade, zwar nicht für die Haare aber eben für die Finger, um das runde Spielgerät einigermaßen zu beherrschen. Klarer Heimvorteil für die Hornissen aus Goldbach, ohne deren spielerischen Qualitäten herabzuwürdigen aber die Hermsdorfer Würfe auf das Tor von Florian Schneegaß waren wie die beim „Hornberger Schießen“, viel Getöse aber ohne jegliche Wirkung!

Nach diesem denkwürdigem Spiel folgten 9 Partien, die durchweg und in der Regel überzeugend gewonnen wurden. Am letzten Wochenende nun die Niederlage beim Tabellendritten aus Suhl. Zur Verteidigung unserer Jungs muss ich anmerken, dass sich Suhl an diesem Tag in einer überragenden Verfassung präsentierte. Mit Dimic (15 Tore) hatten sie zudem einen Mittelmann auf der Platte, der die nötige spielerische Qualität besitzt und zudem einen Sahne-Tag erwischte, genauso wie Bittermann im Suhler Tor. 32 eignen geworfene Tore zeigen, dass der Angriff nicht das Problem bei den Holzländern war. Das bisherige Prunkstück der Holzländer, der Mittelblock, hatte einen gebrauchten Tag. Man bekam keinen richtigen Zugriff und 37 Gegentore sprechen ihre eigene Sprache. Schlussendlich mein Fazit, wenn Suhl sich auch weiterhin in solch einer Verfassung präsentiert, dann wird es auch für andere Mannschaften schwer dort einen Blumentopf zu gewinnen!

Nichtsdestotrotz ist für Samstag Wiedergutmachung für die Schmach der 13:21 Niederlage in Goldbach angesagt. Die Zielstellung der Kreuzritter bleibt weiterhin bestehen, dass Titelrennen so lange wie möglich offen zu halten. Auch Sonneberg muss noch in Suhl ran (4.4.) und genauso wie die Holzländer in Werratal antreten. Deshalb, „Mund abwischen“ und sich konzentriert auf das Spiel gegen die Hornissen vorbereiten. Den Finger in die Wunden der ausgewiesenen Baustellen legen und zu alter Stärke im Deckungsverbund zurück finden.

Ich erwarte, dass das Hermsdorfer Publikum auf Grund der bisher sehr erfolgreichen Saison ihren Kreuzrittern weiterhin den Rücken stärken wird. Immerhin waren rund 50 Fans in Suhl mit von der Partie und haben bis zum Schluss richtig „Bambule“ gemacht und ihre Kreuzritter lautstark unterstütz. Die Mannschaft hat sich für tolle Unterstützung nach dem Spiel bei den Fans bedankt.

Solch einen erhoffen wir uns natürlich auch für Samstag und freuen uns zudem auf einen langen Handballtag, der bereits um 15 Uhr mit dem Stadtderby der Frauen beginnt. Die Handball-Eleven von Holger Panzner und Christina Fechner sind gegen den HV Hermsdorf gefordert. Anschließend spielt Motor „Drei“ um 17 Uhr gegen die Dritte des HBV Jena.

Zum „Top-Act“ um 19:30 Uhr heißt es dann für die Kreuzritter den Hornissenschwarm einfangen, deren Stachel rechtzeitig ziehen und den zweiten Tabellenplatz in der Festung „Hölle-Ost“ verteidigen.

JR

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